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  • Vom Netz füttern lassen, mit ausgesuchter Diät

    Die Möglichkeit des selbstorganisierten Abonnierens von Content im großen weltweiten Netz gehört zu den herausragenden Grundlagen für das Web 2.0. Abonnierbarkeit bedeutet im Kern, dass Nutzer_innen nicht auf publizierenden Websiten nachschauen müssen, ob sie dort interessante Informationen finden und etwas neues getan hat. Statt dessen bietet die Abonnierbarkeit von Feeds für uns Nutzer_innen die Möglichkeit, für uns interessante Informationen, Inhalte, Blogs und Websites so zu abonnieren, dass wir automatisiert auf dem Laufenden gehalten werden und uns die Informationen dort abholen können, wo wir sie hinbestellen.

    Die so genannten “Feeds”, auch «News-Feeds» genannt, sind einerseits eine Art Dateiformat; die «rss» oder die «atom»-Feeds sind die bekanntesten. Zum anderen sind sie das Zeichen, dass es von überall wo wir das Feed-Symbol sehen, eine frei nutzbare Ausspeisung (engl.: feed) von Inhalten gibt. So können wir Blogeinträge, Zeitungsartikel, Presseaussendungen, aber auch Bilder, Videos oder Audiodateien aus interessanten Quellen abonnieren oder stornieren. Zum Auslesen weniger Feeds, also Abos von Webinhalten, können E-Mail-Programme oder Web-Browser verwendet werden.

    Mehrere Feeds werden übersichtlicher in “Feed-Reader” eingespeist und dort ausgelesen, so dass viele abonnierte Quellen nebeneinander betrachtet trotzdem einfachen Überblick ermöglichen. Neue Inhalte sind markiert und schnell zu finden, mehrere thematisch verwandte Feeds sind in Ordner zusammenfassbar. Interessante Inhalte können oft im Reader selbst gelesen werden, sind aber jedenfalls mit der Quelle der Information verlinkt. Erfahrene Nutzer_innen speisen neben einfachen, “allgemeinen” Feeds auch Abos von Suchabfragen in den Feed-Reader ein, der mit seinen eingespeisten Inhalten zudem ein nützliches Archiv aufbaut.

    Feeds können nicht nur zum individuellen Abonnieren von Content genutzt werden, sondern auch für dynamische Inhalte von Webauftritten genutzt werden. Wird ein Feed zum Beispiel in die Sidebar eines Blogs “gehängt”, werden an der Stelle laufend die gerade aktuellen Beiträge wie etwa auch Tweets angezeigt.