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Das große Etikettieren: Kategorien, Labels & Tags
Ein Raum mit einem Bestand von zehntausenden Büchern ist schön, aber nicht mehr als ein Lager. Der gleiche Raum und Buchbestand mit kategorisierten und nach der Beschlagwortung sortierten Büchern ist sowohl schön als auch nützlich, und wir sprechen nicht mehr von einem “Lager”, sondern von einer Bibliothek. Der Beschlagwortungskatalog macht den Unterschied aus. Er macht aus einem Archiv von Büchern ein Archiv des Wissens.
Im Internet sind es die sogenannten «tags», die uns etwas Ordnung in die riesige Datenbank des World Wide Web bringen, das Suchen und Finden erleichtern sowie Gruppieren und Filtern ermöglichen. Das Wort «tag» meint im Englischen kleine aufgeklebte Etiketten. Zu «taggen» bedeutet im Netz daher, dass wir “Content” mit Beschlagwortungskategorien etikettieren. Dabei gibt es mehrere Arten von “Tags”:
Geo-Tags für geografische Angaben, Hashtags für das Filtern und Gruppieren von Tweets auf Twitter, Markierungen von Personen auf Web 2.0-Plattformen, Labels für verschiedene Autor_innen auf kollaborativen Arbeitsoberflächen, dann die Ordnung in unsere Blogs und Wikis bringenden Kategorien, “Meta-Tags“, sie sollen Websites besser durch Suchmaschinen erfassbar machen.
Das Besondere beim Etikettieren von Content im Web ist, dass diese Arbeit kaum von Spezialist_innen gemacht wird, wie das bei Bibliotheksbeständen der Fall wäre, sondern potentiell von uns allen im Netz. Das große Etikettieren von Bildern, Blogeinträgen, Videos, Tweets, sozialen Lesezeichen, Favoriten etc. läuft selbstorganisiert ab und wird «Social Tagging» genannt. Als Ausdruck der kollektiven Beschlagwortungsarbeit finden wir Tagclouds im Netz. Diese Schlagwortwolken visualisieren am häufigsten benutzte «tags» und bieten gleichzeitig die Option des Filterns von Content nach diesen Schlagworten an.
Was im Netz bei Suchabfragen und Filteraktionen als Suchtreffer ausgewiesen wird, hängt daher zu einem wesentlichen Grad von der Beschlagwortung ab, die die Nutzer_innen im Web vornehmen.
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[...] Wichtig ist, dass die inhaltlichen Unterschiede der Videos anhand der Beschriftung (Titel und Beschlagwortung mit Tags) und des Bildes schon evident sind. Jedenfalls sollte nicht passieren, dass wir fünf [...]
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